Studiengang Wirtschaftsinformatik

Ein Wirtschaftsinformatiker trägt zum Herbeiführen von unternehmerischen Entscheidungen bei. Dies gewährleistet er durch das Bereitstellen von integrativen Problemlösungen, wobei er vorwiegend als Dienstleister für Anwendungsunternehmen zum Einsatz kommt. Sein Aufgabenbereich ist vor allem in der wirtschaftlichen Kommunikation und Informationsverarbeitung angesiedelt, so dass er vorwiegend als Bindeglied zwischen den reinen Informatikern und wirtschaftlichen Entscheidern fungiert. Gerade aus diesem Grund sind hervorragende Kenntnisse im Bereich Informatik und Betriebswissenschaft erforderlich, so dass stets eine gute Kommunikationsgrundlage gegeben ist.

Genau diese Fertigkeiten werden im Studiengang Wirtschaftsinformatik vermittelt. Als Voraussetzung sollte eine Affinität zu Computern und Spaß im Umgang mit Informationstechnik mitgebracht werden, so dass die viele Zeit die vor dem Computer verbracht wird, nicht zum Hindernis wird. Es müssen unter anderem Kurse für Buchhaltung/Rechnungswesen, Kommunikationsverhalten, Englisch und Grundlagen der BWL belegt werden, so dass der Bereich Betriebswirtschaft ausreichend abgedeckt ist. Im Bereich der Informatik, welcher in der Regel umfangreicher gelehrt wird, werden Inhalte in Programmierung, Datenbanken, Anwendungssysteme, Webtechnologien, Projektmanagement, Rechnernetze und einigen anderen Modulen vermittelt.

Zu fast jedem Studium gehört ein mehrwöchiges Fachpraktikum, so dass auch der angehende Wirtschaftinformatiker die Möglichkeit erhält, seine theoretisch erworbenen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Jeder Studierende kann sich hierbei ein für sich geeignetes Unternehmen aussuchen, um sich dort für einen Praktikumsplatz zu bewerben. Um entsprechende Leistungspunkte zu erhalten, ist die Abgabe eines Praktikumsberichts in Verbindung mit einer schriftlichen Bewertung des Praktikumsverlaufs durch das Unternehmen beim betreuenden Dozenten erforderlich.

Wer sich für ein anschließendes Masterstudium entscheidet, kann seine im Bachelor-Studium erlangten Kenntnisse entsprechend vertiefen und theoretisch fundieren. Weiterhin erlangt jeder Masterstudent umfangreiche Managementkompetenzen und ist nach erfolgreichem Abschluss für eine Tätigkeit als Projektleiter/in qualifiziert.

Das Wirtschaftsinformatik (M.Sc.) Studium ist interdisziplinär aufgebaut und beinhaltet neben Lerneinheiten zu Informationssystemen auch Einheiten aus Bereichen der praktischen Informatik und zur Betriebswirtschaftslehre. Der Wirtschaftsinformatik (M.Sc.) Studiengang vermittelt Studenten Methoden zum Analysieren, Implementieren und Entwerfen von komplexen Informationssystemen. Als künftige Führungskräfte soll das Studium das Wissen und geeignete Lösungsansätze liefern, die die Absolventen benötigen, um den Informationsgüter und Geldfluss in Organisationen und organisationsübergreifend verstehen und gestalten zu können.

Der Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik ist in der Regel anwendungsorientiert und wissenschaftlich orientiert. Die Lerninhalte aus der Informatik und der Betriebswirtschaftslehre werden dabei über Vorlesungen und Übungen theoretisch und teils auch praktisch vermittelt. Konkrete Inhalte des Studiums im Informatikteil sind vielfach Informationssysteme, Wirtschaftsinformatik und Software Engineering. Im betriebswirtschaftlichen Teil des Studiums können Inhalte wie Rechnungswesen, Controlling oder Produktionswirtschaft Bestandteil des Stundenplans sein. Die Kombination von technischen und betriebswirtschaftlichen Inhalten sorgt für eine wirtschaftlich und wissenschaftlich orientierte Ausbildung der Absolventen.

Die Ziele des Studienganges Wirtschaftsinformatik (M.Sc.) sind breit gestreut. Zum einen vermittelt das Studium die wissenschaftliche und konzeptionell-methodische Arbeitsweise und zum anderen ist die Ausbildung auch berufs- und unternehmensorientiert. Das Studium soll die Absolventen auf die Arbeit als Entscheidungsträger vorbereiten. In diesem Rahmen ist es auch ein Ziel dieses Studienganges den Erwerb von Problemlösungskompetenzen zu fördern. Die Verbindung von Informatik und Wirtschaftswissenschaften sollen dem Absolventen das Verständnis von Güter- und Geldflüssen neben dem Verständnis von Informationsflüssen vermitteln. Auf Basis dieses Wissens sollen die Absolventen in die Lage versetzt werden, den Fluss von Informationen, Geld und Gütern im Unternehmen zu organisieren, zu optimieren und zu planen.