Wirtschaftsmathematik

Jeder angehende Wirtschaftswissenschaftler muss über Mathematikkenntnisse verfügen, die weit über das Abiturniveau hinausgehen. Fehlen diese Kenntnisse oder sind sie nur unzureichend vorhanden, ist dies einer der häufigsten Gründe, warum ein wirtschaftswissenschaftliches Studium schon in den ersten Semestern zu scheitern droht.

Deshalb sind viele Universitäten in den letzten Jahren dazu übergegangen, spezielle Mathematik-Vorkurse für Wirtschaftswissenschaftler anzubieten. Ziel dieser Kurse ist es, die zum Teil sehr unterschiedlichen Vorkenntnisse auf einen einheitlichen Stand zu bringen und damit die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am Studienmodul "Wirtschaftsmathematik" zu schaffen.

Im Modul Wirtschaftsmathematik werden wichtige mathematische Grundlagen mit einer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung vermittelt. Neben allgemeinen Grundlagen stehen auch finanzmathematische Grundlagen auf dem Lehrplan wie Zinsrechnung, Rentenrechnung, Tilgungsrechnung und Effektivverzinsung. Auch Kenntnisse über elementare und ökonomische Funktionen, sowie Differentialrechnung, Integralrechnung und Matrizen werden vermittelt.

Hauptbestandteile dieses Moduls sind die Studienmaterialien und Präsenzveranstaltungen. Sie vermittelt den Studenten alle wichtigen Sachverhalte, die sie für die Bewältigung der Übungsaufgaben benötigen. Diese Übungsaufgaben sind in regelmäßigen Abständen zu lösen und können auch durch zusätzliche Übungsgruppen oder Tutorien begleitet werden. Die Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist meist freiwilligt, wird jedoch von den Dozenten dringend empfohlen. Es ist eindeutig erwiesen, dass diejenigen Studenten, die regelmäßig an den Präsenzterminen teilnehmen, die größten Chancen haben, die Prüfung am Ende des Semesters zu bestehen.

Die Prüfung besteht in der Regel aus einer mehrstündigen Klausur, bei der außer einem Taschenrechner keine Hilfsmittel zugelassen sind. Wer diese Klausur nicht besteht, kann sie einmal wiederholen. Eine zweite Wiederholung ist je nach Anbieter möglich.

Fachartikel zum Thema Wirtschaftsmathematik