Weiterbildungen Konditoren

Berufsbegleitende Weiterbildungen für Konditoren Die Konditorei ist ein traditionsreiches Handwerk: Die 3-jährige Ausbildung vermittelt das Wissen zur Herstellung von Feinbackwerk. Konditoren sind aber nicht nur in der Lage, Kuchen und Torten zu backen - die Ausbildung umfasst u.a. auch die Herstellung von Speiseeis, Pralinen, gefüllten Teilen, kandierten Früchten u.v.m. Ein Spezialgebiet der Konditorei sind Dekorarbeiten auf und mit Backwerken aller Art, etwa mit Schokolade, Marzipan oder Zucker. Zum Teil überschneiden sich die Aufgabengebiete von Konditoren mit dem von Bäckern und Köchen.

Als Meister in die Selbstständigkeit

Wer nach dem Ende der Berufsausbildung nicht einfach als Geselle arbeiten möchte, hat die Möglichkeit, den Meisterbrief zu erwerben. Voraussetzung dafür ist neben einer abgeschlossenen Konditoren-Ausbildung die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs. Je nach Schule und Bundesland kann der Meistertitel binnen 3-12 Monaten erworben werden. 
Die Weiterbildung zum Meister bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Zum einen vertieft und ergänzt der Vorbereitungskurs einige Ausbildungsinhalte wie z.B. die Patisserie, Confiserie oder Eisherstellung. Zum anderen dürfen Meisterkonditoren einen eigenen Betrieb führen und Lehrlinge ausbilden. Darüber hinaus gilt der Meisterbrief als Zugangsberechtigung für einige Studiengänge, die die Karriere in eine ganz neue Richtung führen können. Ziel der meisten Meisterschüler ist die berufliche Selbstständigkeit.

Mit Weiterbildung zum Spezialisten

Natürlich ist die Weiterbildung zum Meisterkonditor kein Muss - auch andere Weiterbildungen eröffnen spannende Zukunftsperspektiven. So ist es zum Beispiel möglich, sich auf ein Gebiet der Konditorei zu spezialisieren. Mit einer Weiterbildung können Konditoren z.B. in der Lebensmittelkontrolle arbeiten, in Fachverkauf und Kundenberatung oder auch im Hotel- und Gaststättengewerbe. Wer ins Hotelfach wechseln möchte, kann sich z.B. zum Patissier weiterbilden lassen. Und ist im Anschluss in Hotelküchen oder Restaurants für Desserts wie Cremes und Mousse, Eis, Sorbets und Marmeladen verantwortlich. Bei einer Spezialisierung als Confiseur steht die Arbeit mit Schokoladen und Zuckerwerk im Vordergrund. Mit Meisterbrief ist auch eine Weiterbildung zum Chocolatier möglich.
Neben spezialisierenden Weiterbildungen gibt es auch die Möglichkeit, an Aufstiegsweiterbildungen teilzunehmen. Konditoren, die sich dafür entscheiden, können technische oder betriebswirtschaftliche Schwerpunkte in ihrer Ausbildung setzen und sich z.B. zum Lebensmitteltechniker, Bäckereitechniker oder Handels-Betriebswirt (IHK) weiterbilden lassen.

Was bringt ein Studium?

Konditoren mit Meisterbrief haben grundsätzlich auch die Möglichkeit, ein weiterführendes Studium an einer Hochschule oder Fachhochschule aufzunehmen. Dabei haben sie Zugang zu Studiengängen, die in Zusammenhang mit ihrem Berufsbild stehen, etwa Ernährungswissenschaften oder Lebensmittelchemie. Mit einem solchen Studienabschluss ist es u.a. möglich, in die Forschung zu gehen oder bei einem großen Nahrungsmittelproduzenten in der Entwicklungsabteilung zu arbeiten. Unterm Strich eröffnet ein Studium also die Möglichkeit, einen völlig neuen Berufsweg einzuschlagen - auf Basis des Wissens, das in der traditionellen Konditorenausbildung vermittelt wird.

 


Mögliche Fort- und Weiterbildungen für Konditoren

Betriebswirt

Nach Abschluss der Ausbildung erwarten den Staatlich geprüften Betriebswirt vielfältige und interessante Aufgabengebiete. Zum Beispiel kann er als Sachbearbeiter bis hin zur Führungskraft im mittleren Management in Unternehmen tätig werden.

Betriebswirt

Für den Studiengang Betriebswirt / Betriebswirtin eignen sich vor allem angehende Nachwuchskräfte aus Unternehmen und Verwaltungen. Die Ausbildung sieht vor, die Teilnehmer auf eine Führungsposition in der mittleren Hierarchieebene vorzubereiten.

Lebensmittelmanagement und -technologie

Das Studium Lebensmittelmanagement und -technologie (B.Sc) befasst sich mit unterschiedlichen Aspekten der Lebensmittelproduktion. Inbegriffen sind hierbei sowohl die physikalischen, wie auch die chemischen, mikrobiologischen, juristischen, betriebswirtschaftlichen und prozesstechnischen Abläufe.