Weiterbildungen Berufskraftfahrer

Berufsbegleitende Weiterbildungen für BerufskraftfahrerBerufskraftfahrer sind Führer von Lastkraftwagen und Bussen, in denen Güter oder in der Personen befördert werden. Die Tätigkeit der Berufskraftfahrer kann im Fern- und im Nahverkehr stattfinden. Konkret können Berufskraftfahrer als Reisebusfahrer, Linienbusfahrer, Gefahrguttransportfahrer oder als Speditionsfahrer tätig sein. Darüber hinaus bieten der Paketdienst, der Kurierdienst, der Abschleppdienst und der Abfallentsorgungsdienst für Berufskraftfahrer Arbeitsfelder. Für alle, die gern Berufskraftfahrer werden möchte, wird in Industrie und Handel eine dreijährige geregelte Ausbildung angeboten.

Als Berufskraftfahrer an einer Weiterbildung teilnehmen, die die Einsatzmöglichkeiten erweitert

Für gelernte Berufskraftfahrer bestehen die gleichen Weitermöglichkeiten, wie für alle Absolventen einer dreijährigen Berufsausbildung im Dienstleistungsbereich. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Berufskraftfahrer in der Tasche, kann man nahezu das gesamte Weiterbildungsangebot der Industrie- und Handelskammern im wirtschaftlichen, industriellen, kaufmännischen oder dienstleistenden Bereich wahrnehmen. Doch auch für Berufskraftfahrer, die nur einen Schulabschluss und eine LKW-Fahrerlaubnis besitzen, werden von der DEKRA oder vom Arbeitsamt verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Dazu gehören eine Weiterbildung zum Dispatcher und eine Weiterbildung zum Disponenten. Grundsätzlich ist es für Berufskraftfahrer sinnvoll, eine Weiterbildung im logistischen Bereich anzustreben, weil dort die als Berufskraftfahrer gemachten Erfahrungen nützlich sind. Im kaufmännischen Bereich empfiehlt sich daher eine Weiterbildung zum Speditionskaufmann. Berufskraftfahrer, die die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium erfüllen, können beispielsweise nach einem betriebswirtschaftlichen Studienabschluss ein Fuhrunternehmen leiten.

Weiterbildung zum Dispatcher und Tätigkeitsmerkmale

Für eine Weiterbildung zum Dispatcher erfüllen Berufskraftfahrer mit einer dreijährigen Ausbildung oder mit Berufserfahrung die besten Voraussetzungen. Nach der Möglichkeit, an einem Dispatcher-Lehrgang teilzunehmen, kann man sich beispielsweise bei den Arbeitsagenturen informieren. Für die Dauer einer solchen Weiterbildung gibt es keine besonderen Vorschriften. Vermittelt werden kaufmännische Grundlagen und Computerkenntnisse. Für Dispatcher ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Sie gehören zur Unternehmensleitung von Transportunternehmen, können aber auch bei der Polizei, bei der Feuerwehr oder im medizinischen Rettungswesen tätig sein. Sie nehmen Notrufe entgegen und koordinieren Einsätze von Fahrzeugen oder Hubschraubern. Im Güter-Transportwesen koordinieren und planen Dispatcher vorausschauend die Dienstzeiten von Fahrern und Piloten. Ein weiteres Einsatzfeld für Dispatcher besteht im Personen-Fern- und Nahverkehr. So können sie beispielsweise die Linienpläne von Straßenbahnen festlegen. 

Weiterbildung zum Disponenten und Tätigkeitsmerkmale

Disponent ist ein Logistikberuf, zu dessen Ausübung Berufskraftfahrer durch spezielle Weiterbildungslehrgänge und Workshops zielgerichtet befähigt werden können. In einem Disponentenkurs ist eine EDV-Ausbildung enthalten und man lernt Softwareanwendungen kennen, mit deren Hilfe die Planung und Dokumentation, die im Transportwesen nötig ist, durchgeführt werden können. Neben den Grundlagen der Logistik erlernt man in einer Weiterbildung zum Disponenten auch fachbezogenes Englisch und Grundlagen der Textverarbeitung. Die Tätigkeitsfelder eines Disponenten ähneln denen eines Dispatchers. Während sich ein Dispatcher aber mehr mit der Erstellung von Dienstplänen beschäftigt liegt der Schwerpunkt der Disponententätigkeit in der Logistik, der Materialeinteilung und der planvollen Lagerung der Transportgüter, sowie deren Einteilung zum Versand. Disponenten sorgen zudem für den reibungslosen Transport von Frachtgütern aller Art. Das schließt aber nicht aus, dass auch die Personalplanung und die Koordination der Fahrzeugauslastung zu ihren Aufgabenbereichen gehören können.

Weiterbildung zum Speditionskaufmann und Tätigkeitsmerkmale

Berufskraftfahrer, die eine dreijährige Ausbildung absolviert haben, erfüllen auch die Voraussetzungen, eine Weiterbildung zum Speditionskaufmann zu beginnen, die mit einer IHK-Prüfung endet. Die Vorbereitung auf diese Prüfung findet innerhalb der Weiterbildungsmaßnahme statt, deren, je nach der Menge der Unterrichtsstunden pro Tag zwischen zwei und drei Jahren dauern kann. Zu den Ausbildungsinhalten gehören Buchführung, Textverarbeitung und Handelsrecht. Nach der bestandenen Prüfung besteht die Möglichkeit, ein weiterführendes Studium an einer Berufsakademie, an einer Fachoberschule oder an einer Hochschule aufzunehmen. Speditionskaufleute können nicht nur in Speditionen, sondern auch in Reisebüros oder als Fuhrparkleiter tätig sein. Zudem bieten sich ihnen Arbeitstfelder in Häfen oder anderen Güter und Warenumschlagplätzen. Dazu gehören Flughäfen, Paketzentralen und Versandhäuser. Darüber hinaus halten viele Großunternehmen Jobs für Speditionskaufleute bereit, wo sie in interne und externe Lager leiten können.


Mögliche Fort- und Weiterbildungen für Berufskraftfahrer

Logistikmanagement

Das Ziel des qualifizierenden Logistikmanagement (B.Sc.) Studiums ist es, den Absolventen Fertigkeiten und methodische Kompetenzen zur Organisation und Planung von inner- und außerbetrieblichen Warenströmen zu vermitteln.

Logistikmanagement

Im Grundstudium werden praxisorientierte und technische Kenntnisse aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften und Ingenieurwesen gelehrt. Dies wird von betrieblichen Praktika begleitet.

Fachkaufmann Logistik

Geschult und geprüft wird der angehende Fachkaufmann Logistik besonders in den Bereichen Logistik, Materialplanung und Bedarfsermittlung, Wareneingang und Qualitätskontrolle, in Lagerwirtschaft, -steuerung und -verwaltung, in den rechtlichen Bereichen der Vertragsgestaltung und in dem Logistikcontrolling.